Presse
SchÜler diskutierten mit Konsul
US-Diplomat zu Gast im Comenius-Gymnasium
Von RICHARD GÖTZELER
OBERKASSEL. Wie hat sich die Welt nach dem 11. September verändert? Welche Gefahr bedeutet der Terrorismus für Deutschland? Über diese Fragen haben Schüler des Comenius-Gymnasiums mit hohem Besuch diskutiert - der amerikanische Generalkonsul Daniel J. Harris war zu Gast in der Oberkasseler Schule. Der Konsul stand dem Leistungskurs Geschichte der Jahrgangsstufe zwölf Rede und Antwort zu aktuellen politischen Fragen.
Die Vorgeschichte des hochrangigen Besuchs: nach dem 11. September lag im Comenius-Gymnasium ein Kondolenzbuch aus. Viele Angehörige der Schule drückten darin ihre Trauer und Solidarität mit Amerika aus. Dieses Buch wurde von Schülern und Lehrern persönlich an den Diplomaten übergeben. Harris war von dieser Geste sehr beeindruckt und versprach daraufhin, an der Diskussion mit den Schülern teilzunehmen.
Die 26 Schüler des Geschichtskurses nutzten die seltene Gelegenheit, mit einem ranghohen Vertreter der USA zu diskutieren, mit viel Elan. Nach der Begrüßung durch die neue Comenius-Direktorin Monika Matthes überreichte Harris eine gerahmte Dankesurkunde - als Zeichen der hohen Wertschätzung für die Anteilnahme. Danach erläuterte er die Grundlagen der amerikanischen Außenpolitik. Bei der anschließenden Diskussion vertraten die Schüler ein großes Meinungsspektrum.
Dabei äußerten sie viele differenzierte Ansichten - von einhelliger Zustimmung zu den militärischen Maßnahmen der Amerikaner bis hin zu offener Kritik an den Militärschlägen. Auch die Situation in der Bundesrepublik war ein Thema. Harris machte den Schülern klar, dass auch hierzulande Gefahren durch islamistische Terroristen drohen und spannte so den Bogen zu innenpolitischen Themen - Stichwort Sicherheitsgesetze.
Insgesamt waren sich die Schüler und der Diplomat aber einig - "wir müssen dem Terrorismus entschieden entgegentreten. In Amerika genauso wie hier."
RP, 29.01.2002
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