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Malerei, Architektur und Gedichte

Die Oberstufen des Comenius- und Cecilien-Gymnasiums zeigen ihren Stadtteil wie sie ihn erleben
OBERKASSEL. Muggel, Sassafras, Prinzinger, Gatzweiler Brauhaus, Havanna Club, Osteria Saitta - wer die Oberkasseler Restaurant- und Kneipenszene aus einem "malerischen" Blickwinkel erleben möchte, hat im Kassenraum der Oberkasseler Stadtsparkasse Gelegenheit dazu. Denn dort zeigen Schüler des Comenius- und Cecilien-Gymnasiums in Ölbildern, Zeichnungen und Fotografien "wie sie ihren Stadtteil sehen und erleben".
Sind die Ceci-Schüler Larissa Amend, Edwina Sasse, Erina Wataya und Katja Wrede vornehmlich vom Handwerk fasziniert, das in Fotografien und einem Interview mit der Restaurationsfirma Löffelsend dargestellt wird, so widmen sich die Comenius-Schüler mehr der Malerei und Architektur. Besonders die Fassaden alter Jugendstilhäuser haben sie mit der Kamera aufgespürt und in architektonischen Zeichnungen wiedergegeben. Detailaufnahmen origineller Haustüren machen das Damals sehr deutlich und stehen im Kontrast zum modernen Einerlei.
"Kunst hat die Aufgabe, uns die Augen zu öffnen", so Constanze Lueb, die mit ihren Kolleginnen Gerda Hühn und Claudia Fritsche-Thier (alle Comenius) das Thema begleitete. Und Comenius-Schüler waren es dann auch, die mit Hilfe ihres Musiklehrers Hilmar Fries die Ausstellung musikalisch eröffneten. Mitschülerin Nurzehra Ulukaya trug eigene und Gedichte von Klassenkameraden vor, und Dieter König, Journalist und Dichter, erinnerte in einem Text an seinen Besuch im Deutschunterricht des Comenius-Gymnasiums, der viel Anklang bei den Schülern gefunden hatte.
Als Vorstandsmitglied schlug König den Bogen zum Linksrheinischen Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV), der die Ausstellung veranlasst hatte und so ein weiteres Beispiel der guten Zusammenarbeit des Vereins mit den Oberkasseler Schulen gab. Vorsitzender Fritz Aurin erinnerte an die mit Schülern des Cecilien-Gymnasiums erarbeiteten Pläne zum Umbau des Barbarossaplatzes und an die Ausstellung mit dem Künstler Wilfrid Polke. Gleichzeitig sprach er von der Ausstellung als Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100. Geburtstag des VVV. Er dankte dem Künstlerehepaar Ruth und Lambert Beckers für die Hilfe beim Kunstkonzept und vor allem dem Chef der Oberkasseler Sparkassen-Filiale Heinz Kotschmar für die Gastfreundschaft. Dieser meinte bereits bei der Eröffnung, dass die Resonanz der Kunden sehr positiv sei.
Der Startschuss zum Jubiläum des VVV ist nun gefallen. Bis zum "Fest der Nationen", das von 9. bis 11. Juli auf dem Barbarossaplatz gefeiert wird, steht noch die Vorstellung der umfangreichen Festschrift in Buchform auf dem Programm und die Eröffnung der neuen Geschäftsräume an der San-Remo-Straße.
Rheinische Post, 16.03.2004, von HEIDE-INES WILLNER
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