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Heiße Rhythmen und schöner Gesang:
"Comenius in Concert" feierte Premiere



Die Comenian Harmonists sorgten
für Stimmung in der Comenius-Aula.
Foto: Oberkassel.de

Die Aula des Comenius-Gymnasiums füllt sich mehr und mehr, Schüler und Lehrer laufen in wichtiger Mission hin und her, rücken das Bühnenbild zurecht, kontrollieren die Beleuchtung und üben noch einmal ihren Text. Überall erwartungsvolle Gesichter, im Hintergrund läuft Musik, die die Sound Design AG selbst kreiert hat. Eine gewisse Spannung liegt in der Luft, denn die Premiere von "Comenius in Concert" steht kurz bevor. "Musik gehört zum Leben und ist aus der Schule als Ort der Kultur nicht weg zu denken", so Schulleiterin Monica Matthes in ihrer Eröffnungsrede. Aus diesem Grund freue sie sich auf Comenius in Concert als einen der kulturellen Höhepunkte des Jahres an ihrer Schule. Und schon hieß es "Bühne frei" für die erste Auflage des schuleigenen Musizierens. Was als musikalischer Abend angekündigt worden war, entpuppt sich als wirklich gelungenes musikalisches Highlight.

Den Anfang machten die Comenius Kids, rund zwanzig Schüler der Klassen 5 und 6, die mit ihrem ersten Song "YMCA" sofort das Publikum auf ihre Seite brachten. "Früher hatten wir einen Schülerchor für alle Altersklassen. Den haben wir jetzt aber gesplittet, denn die Musikwünsche gingen doch zu sehr auseinander. Ich konnte ja schlecht Zwölftklässler zwingen, Lieder von Tokio Hotel zu singen", erklärt Musiklehrer und Chorleiter Hilmar Fries. Weiter ging es mit den Comphonics, dem Chor der Schüler der Klassen 7 bis 11. Moderne Balladen gehören zum Repertoire der Gruppe, die aus etwa 15 Schülerinnen und einem Schüler besteht. Begleitet wurden sie von einer gemischten Lehrer-Schüler-Band. "Tears in heaven" oder Rihannas "Unfaithful" sorgten kurzzeitig für Gänsehautstimmung in der Comenius-Aula. Ein Höhepunkt war sicherlich der Auftritt der Percussion-AG Intakt, die unter der Leitung ihres Lehrers Rainer Ott Rhythmen aus Ghana und Kuba sehr authentisch zum Besten gab und damit das Publikum in eine andere Welt entführte. Die Comenian Harmonists, die sich aus dem vokalpraktischen Kurs der Jahrgangsstufe 12 sowie dem Eltern-Lehrer-Chor zusammensetzen, wurden begeistert begrüßt. Ihre vierstimmigen Interpretationen aus Gospel, Jazz, Pop und Klassik sorgten für richtig Stimmung im Saal.

Immer wieder feuerten Schüler aus dem Publikum ihre Eltern an. "Das find ich ganz schön, denn normalerweise sehen Schüler ihre Eltern eher ungern im Rahmen ihres schulischen Bereichs", freut sich Hilmar Fries. Internationales Flair erhielt Einzug in die Comenius-Aula, als Annelie Engstfeld französische Chanson wie "Je ne regrette rien" vortrug. Die sechsköpfige Schulband "Whoever" rockte mit aktuellen Songs von Robbie Williams bis Pink. Auch die Technik lag fest in Schülerhand: Unter der Leitung von Schülervater Dr. Heino Lenz sorgte die Bühnentechnik AG Comestage dafür, dass alle Künstler ins rechte Licht gerückt wurden.

Alles in allem war der Abend ein voller Erfolg und ein beeindruckender Einblick in das musikalische Geschehen am Comenius-Gymnasium. Damit steht einer Wiederholung wohl kaum etwas im Wege. (eh)

Oberkassel.de, 14. 05. 2007