Presse
Hock gegen Erwin: Das TV-Duell
Mit großer Zuversicht gehen Oberbürgermeister Joachim Erwin und die ihn tragende CDU in die letzte Phase des Kommunalwahlkampfs. Erwin hat jetzt sogar erkannt, dass ihm eine direkte Auseinandersetzung mit seiner SPD-Mitbewerberin Gudrun Hock Pluspunkte bringen könnte: Wenige Tage vor der Wahlentscheidung will er sich vor TV-Kameras des WDR "duellieren"; gleich vier OB-Kandidaten werden sich im September Fragen von Schülern des Comenius-Gymnasiums stellen. Einen gemeinsamen Auftritt mit Hock auf Einladung der Evangelischen Kirche hatte der OB vor einigen Wochen noch abgelehnt.
In der Endphase dieses Wahlkampfes vertrauen Erwin und die Union - wie schon 1999 - der Düsseldorfer Werbeagentur MMKSASATSU. Sie hat eine Kampagne mit drei Überschriften erarbeitet: "Ein Mann wie Düsseldorf" - "Den Erfolg wählen: OB Erwin CDU" und "www.erwin2004.de".
Bei der Vorstellung erster Plakate sagte Erwin, mit einem finanziellen Aufwand von 200 000 Euro werde er einen argumentativen Wahlkampf führen. Damit hebe er sich ab von der SPD, die ihr Heil in persönlichen Attacken auf ihn suche. Die Stimmung in Düsseldorf stehe auf Erfolg, nicht auf Wechsel. Die Menschen spürten die positiven Veränderungen der vergangenen fünf Jahre. Das will er mit so genannten Themenplakaten (Seniorenpolitik, Wirtschafts- und Sicherheitspolitik) untermauern.
In Anspielung auf den Wahlkampf seiner SPD-Konkurrentin Gudrun Hock, die sich von ihrer im
Stimmungstief sitzenden Partei abzuheben versucht, fügte Erwin hinzu, er ziele nicht allein auf seine eigene Wiederwahl. "Um gestalten zu können, braucht man eine stabile eigene politische Mehrheit im Stadtrat. Sonst haben wir nämlich Stillstand." Im Gegensatz zur SPD, die zur Unterstützung reichlich Bundesprominenz einfliegen lässt (Müntefering am Freitag), kommt Erwin fast bescheiden daher. Bisher sind lediglich Partei-Generalsekretär
Laurenz Meyer und Frankfurts OB Petra Roth "im Aufgebot".
Rheinische Post, 14.08.2004, Autor: Ludolf Schulte
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