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Die OberbÜrgermeisterwahl:
Comenius-Schüler sind informiert!



Olaf Poock vom Wahlamt der Stadt beantwortete geduldig jede Frage.
Foto: Comenius Gymnasium

Was passiert eigentlich, wenn Karin Kortmann und Dirk Elbers bei der Oberbürgermeister-Wahl am Sonntag exakt dieselbe Stimmenzahl erhalten? Vermutlich kennen nur wenige Erwachsene die Antwort auf diese Frage - die Neunt- und Zehntklässler des Comenius-Gymnasiums, die den Politik/Wirtschafts-Kurs belegt haben, wissen es hingegen ganz genau: Es wird tatsächlich gewürfelt!

Dass das Los unter Umständen darüber entscheidet, wer die Geschicke Düsseldorfs weiterhin leitet, war nur eine von vielen interessanten Informationen, die Olaf Poock vom Wahlamt der Stadt gestern den Comenianern erläuterte. Poock hatte sich fast einen ganzen Vormittag Zeit genommen, um intensiv mit den Schülern über die Wahl zu reden. Kompetent und launig erläuterte der Experte alle wichtigen Regeln und die Organisation des Urnengangs. Im Unterricht hatten die Neunt- und Zehntklässler zuvor umfangreiche Fragenkataloge entwickelt. Sie wollten nicht nur wissen, welche Voraussetzungen man mitbringen muss um wählen zu gehen bzw. gewählt zu werden, sondern wollten auch alles zum Ablauf der Wahl erläutert bekommen. Poock beantwortete geduldig alle Fragen - auch die, unter welchen Umständen ein Oberbürgermeister von seinem Amt suspendiert werden darf. Politische Bildung wird am Comenius-Gymnasium bekanntlich groß geschrieben. Zur letzten Oberbürgermeisterwahl war es der Schule noch gelungen, Joachim Erwin und Gudrun Hock gemeinsam mit den Kandidaten von FDP und Grünen zum einzigen öffentlichen Rededuell auf eine Bühne zu bekommen. Eine Wiederholung scheiterte in diesem Jahr leider am mangelnden Willen eines Kandidaten. Gleichwohl wollte die Schule viele ihrer potentiellen Erstwähler möglichst umfassend über den Urnengang informieren und mit dafür sorgen, dass in unserer Demokratie die Wahlbeteiligung nicht noch weiter sinkt. Nach der intensiven Diskussion und den umfassenden Informationen stand für die Schüler am Ende fest, dass sie wählen gehen werden, sofern sie es (schon) dürfen. (az)

www.oberkassel.de 29.08.2008, 13:10