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Training gegen Pisa

Konzept am Comenius "Vor zwei Jahren auf einer Fachtagung für Sportlehrer habe ich meine Kollegen gefragt, ob auch ihre Schüler zum Teil deutliche Defizite bei Kraft und Ausdauer haben", erzählt Diplom-Sportlehrer Peter Axel Müller. Ein klares "Ja" war die deutliche Antwort.

Also ging der Pädagoge des Düsseldorfer Comenius Gymnasiums daran, ein Konzept zu erarbeiten und die zur Umsetzung nötigen Materialien zusammenzustellen. Knapp ein Jahr hat es gedauert, jetzt steht Müllers "Vollmotorik Circle". Am Freitag ab 14 Uhr kann sich auf dem Schulhof des Comenius Gymnasiums (Hansaallee 90) jeder über das neue schulische Fitness-Konzept informieren und eigene Erfahrungen damit sammeln.

Kernpunkt des Vollmotorik Circle ist der so genannte "Body Spider". Dieses sechs Stationen umfassende Trainingsgerät wurde von deutschen Sportingenieuren entwickelt und bisher zu therapeutischen Zwecken in der Rehabilitation eingesetzt. "Dazu werden noch spezielle Mini-Trampoline zum Schnellkrafttraining und Fahrradergometer für die Ausdauer gestellt. Mit dieser Zusammenstellung werden effizient und effektiv Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit trainiert", so Müller. Für ihn ist klar, dass eine verbesserte Fitness der Schüler auch positive Auswirkungen auf andere Schulfächer besitzt. "In Finnland, dem Gewinner der Pisa-Studie haben die Schüler mehr als eine Stunde Sport pro Tag. Und damit eine große Ermüdungs-Widerstandsfähigkeit. Sie können auch noch in der fünften und sechsten Stunde konzentriert mitarbeiten", erläutert der Diplom-Sportlehrer.

RP, 25.07.2003