Presse
Theater gegen Gewalt im Comenius-Gymnasium /
"TatverdÄchtige" in der Schule

Foto: Alsleben
Regisseur Simon Steimel in Oberkassel / 25 000. Zuschauer geehrt
Von SONJA BULCIK
(kus). Gerade mal ein Jahr ist es her, dass Simon Steimel Unruhe in den Schulbereich gebracht hat. Der Regisseur,
Schauspieler und Anti-Gewalt-Trainer hatte nach mehrjähriger Arbeit mit Kindern und Lehrern über die katastrophalen
Zustände an den Schulen berichtet, hatte verbale Gewalt und Handgreiflichkeiten unter den Jugendlichen aber auch zwischen
Schülern und Lehrern geschildert. "Die Lehrer brauchen ganz was anderes als Pisa - Verhaltenstraining im Umgang mit
Kindern." Steimel und seine Frau Tina Menschner haben sich des Gewalt-Problems in besonderer Weise angenommen. Gemeinsam
mit verhaltensauffälligen Jugendlichen wurde das Theaterstück "Tatverdächtige" inszeniert. Ergänzend bot man
Trainingseinheiten an, bei denen die Kinder lernten, Konfliktsituationen friedlich zu lösen und Provokationen gelassen
zu begegnen. Das ist nunmehr zweieinhalb Jahre her und seitdem touren Steimel und Menschner mit ihrem erfolgreichen
Projekt durch ganz NRW. Jetzt waren sie auf der anderen Rheinseite im Comenius-Gymnasium zu Gast, um dort den 25 000.
Zuschauer - Felix Arne aus der Klasse 8 - zu ehren.
Westdeutsche Zeitung, 31. März 2003
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