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"Informiert Euch und seid offen!"

Premiere am Comenius-Gymnasium: Beim ersten „Schüler-Azubi-Treffen“ beantworteten sechs angehende Kaufleute aus der Henkel-Ausbildung die Fragen der Oberstufenschüler.

Die Schüler hatten sich gut auf das Treffen vorbereitet und stellten viele Fragen: „Wir habt ihr herausgefunden, welche Berufe für euch in Frage kommen?“ „Was ist, wenn ich mich mit unentschuldigten Fehlstunden oder Fünfen auf dem Zeugnis bewerben muss?“ „Was war ausschlaggebend dafür, dass ihr genommen wurdet?“ „Wie lange arbeitet ihr?“ „Sitzt ihr den ganzen Tag am Computer?“ „Warum habt ihr euch für eine Berufsausbildung anstelle eines Studiums entschieden?“ Kathrin Lohmann, Sandra Neumann, Marco Mansfeld, Michael Willms, Sören Fischer und Guiseppe Lancellotti beantworteten nicht nur die Fragen, sondern erzählten auch eine Menge von ihren ersten Monaten bei Henkel.

Sie machten deutlich, dass Unternehmen wie Henkel nicht nach einem bestimmten Typ von Jugendlichem suchten, sondern dass die Interessen und Fähigkeiten der Azubis sehr unterschiedlich seien. „Ich wusste auch nicht, für welche Berufe ich mich bewerben sollte“, gab beispielsweise Sandra Neumann freimütig zu. „Ich habe meine Eltern, Lehrer und Freunde gefragt, wie sie mich einschätzen – und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben ernsthaft darüber nachgedacht, wo meine Interessen und Stärken liegen und was ich nicht so gut kann oder mag. Dann habe ich mir im Internet auf den Seiten großer Unternehmen die Beschreibungen der Ausbildungsberufe durchgelesen. So fand ich heraus, dass Kauffrau für Bürokommunikation für mich das richtige sein könnte”

Die Wahl der Berufsausbildung sei aber nicht eine Entscheidung, die einen für das ganze weitere Leben festlege. Die Azubis erläuterten, dass die Einsatzmöglichkeiten bei Henkel nach der Ausbildung vielseitig sind und dass es viele Fortbildungsangebote gibt. Auch ein Studium neben dem Beruf sei möglich.

Auf die Fragen nach Noten und Fehlstunden gab Franz Klüter klare Antworten: „Eine Fünf auf dem Zeugnis ist kein Beinbruch, wenn Sie dafür andere Qualifikationen aufweisen, die für uns wichtig sind. Ein Schüler mit einem Notendurchschnitt von drei, der gut auf Leute zugehen kann, ist uns lieber als ein schüchterner, introvertierter Typ, selbst wenn der lauter Einsen vorzeigen kann. Mehrere unentschuldigte Fehlstunden sind für uns jedoch ein Alarmsignal für mangelnde Disziplin und Nachlässigkeit im Umgang mit sich selbst.“ Klüter sprach auch das Thema Drogen an: „Jeder Bewerber muss zum Drogentest. Falls unsere Werksärzte Spuren von Drogen in der Blutprobe finden, gibt es noch eine Chance. Ist die Probe der zweiten Untersuchung wieder nicht clean, können wir den Bewerber nicht einstellen – allein schon deswegen, weil wir die Sicherheit der Belegschaft und der Betriebsanlagen nicht gefährden dürfen.“

Zwei wichtige Tipps gab Guiseppe Lancelotti den Schülern: „Informiert euch vor jedem Bewerbungsgespräch gut über das Unternehmen, das euch einlädt. Das Gespräch könnte peinlich werden, wenn ihr nicht einmal die Geschäftsfelder der Firma kennt. Und seid offen und freundlich, zeigt, dass ihr euch gern mit anderen Menschen unterhaltet.“

„Die kommen direkt aus der Praxis“, stellte Schulleiterin Monika Matthes (vorn) die Henkel-Azubis vor.

Ganz bei der Sache: Die Schüler hatten viele Fragen an die Azubis.

Die Azubis und ihr „Chef“ antworteten ehrlich und humorvoll. Von links: Michael Willms, Marco Mansfeld, Sandra Neumann, Kathrin Lohmann, Guiseppe Lancelotti, Sören Fischer und Franz Klüter.

„Dieses Treffen war viel interessanter als der Besuch im Berufsinformationszentrum“, finden (von links) Olga Mavasheva, Irene Derksen und Victoria Abaeva aus der 12. Jahrgangsstufe des Comenius-Gymnasium. „Jetzt haben wir zumindest eine Vorstellung, wie wir herausfinden können, welche Berufe zu uns passen.“

Nach der Veranstaltung dankten Ingrid Hartmann-Scheer und Markus Bußmann(beide vorne rechts) den Azubis für ihr Kommen. „Was Sie heute berichtet haben, ist ziemlich genau das, was wir den Schülern auch erzählen“, erklärten die beiden Lehrer, die das erste Schüler-Azubi-Treffen vorbereitet hatten, ihren Gästen. „Aber aus Ihrem Mund klingt das für die Jugendlichen einfach viel überzeugender."

Henkel-Life, 12.01.2007